250 Jahre nach ihrer Gründung richten die USA ihren politischen und strategischen Fokus zunehmend nach Asien. Warum Europa für Washington an Bedeutung verliert und was das für die Zukunft der transatlantischen Beziehungen bedeutet. Eine Analyse von Politikwissenschaftler Kai-Uwe Hülss für „Die Politische Meinung“ der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Der 4. Juli 1776 ging als Wendepunkt in die Weltgeschichte ein: An diesem Tag erklärten 13 nordamerikanische Kolonien ihre Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich; es war die Geburtsstunde der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Jahr 2026 feiert die älteste noch bestehende Demokratie ihr 250-jähriges Jubiläum. Seit 1788 fanden alle vier Jahre, selbst in Kriegszeiten, Präsidentschaftswahlen statt. Die amerikanische Verfassung ist seit 1789 ununterbrochen in Kraft.
Das politische System der USA überstand einen Bürgerkrieg, zahlreiche militärische Konflikte fernab des Festlands und einige Skandale um seine Präsidenten. Heute sieht sich die US-Demokratie mit einer politischen Polarisierung konfrontiert, deren Wurzeln schon Jahrzehnte zurückreichen. Die Ära Trump ist der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklungen. Im Jubiläumsjahr 2026 stehen die USA nicht nur innenpolitisch unter Druck, auch außen- und sicherheitspolitisch richten sie sich neu aus.


Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter. Bildquelle: „Die Politische Meinung“ der Konrad-Adenauer-Stiftung.
