US-Zwischenwahlen 2026: Kampf um Gott in Texas

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von Kai-Uwe Hülss

Erstmals seit 1988 könnte ein Kandidat der Demokratischen Partei die Senatswahl im konservativen Texas gewinnen. Der demokratische Herausforderer ist ebenso Christ wie der republikanische Kandidat. Was also sind die Gründe für das knappe Rennen? In einem ausführlichen Beitrag für das Online-Magazin „Corrigenda“ analysiert Politikwissenschaftler Kai-Uwe Hülss, der Inhaber von „1600 Pennsylvania“, den überraschend spannenden Senatswahlkampf in Texas:

Der Glaube spielt in deutschen Wahlkämpfen keine bedeutende Rolle. Die einzige Aufmerksamkeit erfährt die Religiosität von Politikern im weitgehenden Sinne bei der Vereidigung von Regierungschefs und der Minister. Als die Ampel-Koalition im Dezember 2021 ihren Dienst antrat, legten acht der 17 Regierungsmitglieder ihren Amtseid ohne die Gottesformel ab. Für die meisten Medien war diese Begebenheit eine Meldung wert. Bei der amtierenden schwarz-roten Bundesregierung gaben nur vier Minister, alles Sozialdemokraten, ihren Eid ohne den Zusatz „So wahr mir Gott helfe“ ab.

In den USA wird es hingegen vom Großteil der Bevölkerung schon nahezu erwartet, dass Politiker selbst einfachste Reden mit einem Gottessegen beenden. Zur politischen Kultur Deutschlands gehört dies nicht – vom Freistaat Bayern und seinen christlich-sozialen Politikern einmal abgesehen.

Infolgedessen ist es nicht verwunderlich, wenn in der „One Nation under God“ die Religiosität seiner Politiker regelmäßig thematisiert wird. Ein prominentes Beispiel war Joe Biden, der trotz seines katholischen Glaubens für eine abtreibungsfreundliche Politik eintrat – und ihm deshalb im Jahr 2019 in der St. Anthony Catholic Church in Florence im Bundesstaat South Carolina die heilige Kommunion verweigert wurde.

Die gesamte Analyse ist auf der Website des Online-Magazins „Corrigenda“ zu lesen (hier klicken).


Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter. Bildquelle: Corrigenda.