HIGH-FIVE mit Stephan Mayer MdB (CSU): „Wir dürfen uns auf eine sichere Weltmeisterschaft freuen!“

von Kai-Uwe Hülss

Zwischen dem 11. Juni 2026 und dem 19. Juli 2026 findet die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko statt. Am Turnier der Superlative, das erstmals auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent und damit in vier unterschiedlichen Zeitzonen stattfindet, nehmen 48 Nationalmannschaften teil. Die Kommerzialisierung des Wettbewerbs, die politischen Umstände in den Vereinigten Staaten von Amerika und eine im vergangenen Jahrzehnt wenig erfolgreiche deutsche Nationalmannschaft lassen in Deutschland bislang jedoch keine große Euphorie aufkommen. Ob der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Sport und Ehrenamt, im nachfolgenden exklusiven Interview daran etwas ändern kann?

Stephan Mayer ist Mitglied der CSU. Seit dem Jahr 2002 gehört der 52-Jährige dem Deutschen Bundestag an. Zwischen 2018 und 2021 war Mayer Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. In der aktuellen Legislaturperiode fungiert er als Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Sport und Ehrenamt.

In den kommenden Wochen wird die Welt des Sports nach Nordamerika blicken, wenn die 48 besten Fußball-Nationalmannschaften um den FIFA-WM-Pokal wetteifern. Hat Sie das WM-Fieber schon gepackt?

Da ich nicht nur Sportpolitiker, sondern auch großer Fußball-Fan bin, steigt auch meine Vorfreude täglich: Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein sportlich mitreißendes Turnier erleben werden. Ich freue mich sehr auf die Weltmeisterschaft!

Nachdem die vergangenen Fußball-Weltmeisterschaften in der autoritären Erbmonarchie Katar sowie in der Russischen Föderation, einer imperialistischen Diktatur, ausgetragen wurden, kehrt das meistgesehene Sportereignis der Welt in demokratische Länder zurück. Dennoch steht die liberale Demokratie der USA in der Ära von Donald Trump unter Druck. Trübt diese Entwicklung Ihre Vorfreude auf die WM 2026?

Auch wenn es sicherlich nicht vor der Hamd zu weisen ist, dass es in den Vereinigten Staaten aktuell bisweilen irritierende innenpolitische Entwicklungen gibt, bin ich froh, dass dort und auch in Kanada und in Mexiko die Weltmeisterschaft stattfindet. Alle drei Ausrichter sind zweifellos stabile Demokratien, zudem liegen sie nicht in Krisenregionen, was aktuell angesichts der zahlreichen internationalen Konflikte nicht selbstverständlich ist; wir dürfen uns daher auf ein sicheres Turnier freuen.

Die FIFA-WM 2026 wartet mit immens hohen Eintrittspreisen auf. Für die Bahnfahrt von New York City zum MetLife Stadium in New Jersey verlangt NJ Transit anstatt der üblichen $ 13 satte $ 98 für die Hin- und Rückfahrt. Dazu gesellen sich immer höhere Trikotpreise. Adidas, das letztmals die DFB-Elf bei einem großen Turnier ausstattet, verlangt beispielsweise für ein Kindertrikot der deutschen Nationalmannschaft 75 €. Was kann gegen die Entfernung des Profisports von der Basis, die ihn trägt, unternommen werden?

Fußball muss erschwinglich bleiben. Das gilt für die Bundesliga ebenso wie für die Champions League und die Weltmeisterschaft. Ich appelliere an die Veranstalter ebenso wie an die Ausrüster: Behalten Sie die soziale und inklusive Bedeutung des Fußballsports im Auge und schaffen Sie keine Barrieren, die für viele Fans auf finanziellen Gründen nicht zu überwinden sind!

Im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ kritisierte Stephan Mayer MdB die hohen Preise für Kindertrikots der deutschen Nationalmannschaft. Screenshot: Der Spiegel.

Nach zahlreichen enttäuschenden Turnieren: Wie weit kommt diesmal die deutsche Nationalmannschaft?

Unser Team hat zuletzt – ich denke an das fulminante Spiel gegen Finnland – einen überzeugenden Eindruck hinterlassen; ich traue ihm daher viel zu. Allerdings ist der neue Austragungsmodus schon fordernd. Bei dem vielen K.o. – Spielen kann der Traum vom Titel auch schnell platzen.

Eine letzte politische Frage. Sind die transatlantischen Beziehungen ein Relikt aus dem Kalten Krieg oder anders ausgedrückt, werden die eigentlich engen Beziehungen zwischen den USA und Europa die Ära Trump überdauern?

Auch wenn es aktuell nicht immer ganz einfach zu sein scheint: Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind grundsätzlich stabil und durch eine jahrzehntelange Partnerschaft gefestigt. Dass das Verhältnis zwischen Staaten unterschiedliche Phasen durchlebt, kennen wir auch aus anderen diplomatischen Beziehungen. Am Ende ist es wie in unser aller Privatleben: An der einen oder anderen Meinungsverschiedenheit zerbricht eine langjährige Freundschaft nicht.

Vielen Dank für das Interview.


Weitere Informationen zu Stephan Mayer MdB gibt es auf dessen Social-Media-Kanälen auf Instagram und Facebook.


Zur besseren Lesbarkeit von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Wörtern wird in der Regel die männliche Form genutzt. Diese Begriffe gelten für alle Geschlechter. Bildquelle: Social-Media-Kanäle von Stephan Mayer MdB.